Österreich, Wiener Pfennig, ca. 1210

Wenn jemand sein Scherflein zu etwas beiträgt, dann gibt er ein wenig Geld oder eine andere geringe Gabe zu einem grösseren Ganzen dazu.

 

Ein Scherf war ein halber Pfennig oder Obol seit den Karolingern (8./9. Jh.). Die Bezeichnung Scherf entstand aus dem Lateinischen scripulum und wandelte sich von scrip, scirp, scerp in althochdeutsches scerpf und heutiges Scherf um. Scripulum ist die volkstümliche Anlehnung an srupulum, was den kleinsten Teil eines Masses oder Gewichts bezeichnet.

Mundartlich ging der Begriff auf kleine Münzen im allgemeinen über.