Sesterz: Faustinabüste/VenusMünze mit Eichenlaub am Rand

Perlränder oder Perlkreise sind aus Perlen oder Punkten geformte Kreise. In der Antike dienten sie als Verzierung der Münze.

In der Neuzeit sollte der Perlrand vor dem Abfeilen des Randes schützen, was eine Gewichts- und damit eine Wertverfälschung der Münze bedeutet hätte.

Eine andere Form der Randgestaltung bei Münzen der Neuzeit sind die geriffelten Ränder. D.h. man findet senkrecht zur Münzfläche gleichmässig Kerbungen im Münzrand. Schon im
17. Jahrhundert wurden zur Erzeugung von Riffelungen oder Randschriften Kurbeln verwendet.

In Österreich verzichtete man bei der Umstellung von Silber auf Nickel auf die Rändelung. Die Münzen nach 1968 haben also einen glatten Rand.

Der Maria-Theresia-Taler (1740-1780) hatte zunächst verschiedene Arten von Laubrand, dann noch mit eingebundener Devise: IUSTITIA ET CLEMENTIA ("Gerechtigkeit und Gnade").

Der Maria-Theresien-Taler war auch in Nordafrika und in Saudi-Arabien ein beliebtes Zahlungsmittel und ist es stellenweise noch heute.