![]() |
Namen aus der Zeit zwischen 1200 und 1500Im Laufe der Jahrhunderte nach Karl dem Grossen gab es keine einheitliche Währung mehr. Kaiser und Könige hatten weltlichen und geistlichen Fürsten gestattet, eigene Münzen zu prägen, sie hatten ihnen das sogenannte Münzregal verliehen. Der internationale Handel wäre nach wenigen Kilometern so schon zu Erliegen gekommen, wenn man sich nicht auf nur wenige überregional gültige Münzwährungen geeinigt hätte. Dazu zählten seit dem 13. Jh. der Florentiner Gulden und der venetianische Dukat, im 14. Jh. der rheinische Goldgulden |
||||||||||
![]() |
Scudo = italienisch für "Schild" nannte man ursprünglich jede italienische Münze mit heraldischem Wappen. Seit dem 16. Jh. bezeichnete man so jede italienische Talermünze, auch die Prägungen des Kirchenstaates. Die letzten Scudi wurden Ende des 18. Jahrhunderts geprägt. Unzen = Eine Unze ist noch heute eine Gewichtseinheit. Im Mittelalter übernahm man von den Römern das Gewicht Uncia, das 1/12 Pfund oder 27,3 g entsprach. Als Rechnungsmünze galt die Unze 20 Pfennige (9.-14. Jh. n. Chr.). Die englische Troy-Unze entspricht seit 1526 einem Gewicht von 31,1 g. Diese Einheit wird noch heute im internationalen Edelmetallhandel und im Sport (das Gewicht der Boxhandschuhe!) verwendet. |
Taro = Der Taro war eine Goldmünze in Kampanien und Sizilien vom 10. bis zum 13. Jahrhundert. Vom 13. bis zum Ende des 18. Jhs. stellt der Taro eine Silbermünze in denselben Ländern dar. 12 Tari ergaben 1 Piaster. In Jan Potockis (1761-1815) Erzählung "Zotos Geschichte" kaufte sich ein Junge für 1 Taro Kastanien und Brezeln. Zechinen = Zecchino ist die alte Bezeichnung der venezianischen Goldmünzen seit 1284, abgeleitet von dem italienischen Wort ecca "Münzstätte". Seit dem 14. Jahrhundert wurde der Zecchino meist Dukat genannt. |
|||||||||
![]() |
|||||||||||