Warum braucht man überhaupt Geld?

Geld hat drei Funktionen:

a) Geld dient als Tausch- und Zahlungsmittel: In einer naturalen Tauschwirtschaft findet direkter Tausch statt. Beispielsweise will Bauer Fred ein Paar Schuhe kaufen. Er geht in die Stadt und bietet Schuhmacher Paul 20 Eier für ein Paar an. Wenn Paul die Eier braucht, funktioniert das auch. Wenn er aber Gemüse kaufen möchte, wird es kompliziert. Einfacher ist es, wenn Fred Geld hat und dieses dem Paul gibt. Paul kann sich dafür kaufen, was immer er will. Geld ist somit ein Vergleichsmittel, ein tertium comparationis ("Drittes des Vergleichs").

 

b) Geld ist Wertaufbewahrungsmittel: Geld stellt einen Vermögenswert dar, den man zu beliebiger Zeit in Waren oder Dienstleistungen umwandeln kann. So kann man sich mit 50 Mark in der Tasche entweder ein paar Bücher kaufen oder vom Friseur einen neuen Haarschnitt erhalten.

c) Geld fungiert als Recheneinheit: Kennzeichen der Geldwirtschaft ist, dass der Marktwert eines Gutes in einem "Standardgut" ausgedrückt wird. Das vereinfacht die Umrechnung von einer Ware in eine andere.