Monetarismus ist eine Theorie über die Geldpolitik einer Notenbank. Die Massnahmen einer Notenbank zielen auf bestimmte Wirkungen ab. Den Massnahmen liegen Annahmen zugrunde, nach denen bestimmte Instrumentarien bestimmte Auswirkungen zur Folge haben.
Im Laufe der Zeit entwickelte man verschiedene methodische Ansätze, derartige Annahmen zu Theorien auszugestalten.

Die Klassikerin unter diesen Theorien ist die Quantitätstheorie. Im Gegensatz zu dieser verstand sich J.M. Keynes mit der Liquiditätstheorie des Zinses. Die Liquiditätstheorie vertritt eine sehr skeptische Auffassung gegenüber der Geldpolitik.

Die Gegenbewegung zur Liquiditätstheorie war die Wiederentdeckung der Geldpolitik und mit ihr die Renaissance der Quantitätstheorie, als deren Protagonist Milton Friedman zu nennen ist. Seine Position bezeichnet man als Monetarismus.

Monetaristen sind sich weitgehend darin einig, dass die Notenbank zwar die nominelle Geldmenge beherrscht, nicht aber die reale. Die reale Geldmenge hängt von Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte ab, bei denen die Geldpolitik nicht greift.