Kupferner Zehner aus Preußen 1812

Kupferner Zehner aus Preußen 1812

Kupfer war ein beliebtes Münzmetall. Dies lag daran, dass es recht häufig vorkommt als Erz, und man früh in der Geschichte der Menscheit Kupfererze zu verhütten gelernt hatte.
So ist die Tatsache, dass die Römische Republik in den Besitz der reichen etruskischen Kupferlagerstätten gelangte, ausschlaggebend für die frühesten römischen Münzen, genannt Aes grave. Diese waren aus Kupfer oder Bronze hergestellt.

Die ältesten Messingmünzen stammen wohl aus China. Aus der römischen Antike liegen uns ebenfalls Münzen aus diesem Metall vor, besonders Sesterzen, die seit Augustus (30 v. Chr. - 14 n. Chr.) aus Messing geprägt

wurden. Messinglegierungen fügte man auch kleinere Mengen Blei hinzu. Mit Kupfer legierte man verschiedene andere Metalle. Kupfer und Zinn ergeben Bronze. Bronze lässt sich sehr gut giessen, weswegen man daraus auch gegossene Münzen herstellte. Mehr dazu unter Bronze, Potin und Glockenmetall.

Die Kombination von Kupfer mit Zink und Nickel ergibt die Legierung namens Neusilber.

Legiert man nur Kupfer und Zink miteinander, dann erhält man Messing. Messing ist überwiegend gelb, je nach Zinkzusatz kann es aber auch rot oder weiss sein.