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Der Sammler:  
"Leo Mildenberg ist ein moderner Noah. Nur freie Geschöpfe dürfen in die Arche - und friedlich müssen sie sein." So ein Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen" anlässlich der Ausstellung von Mildenbergs Tiersammlung in Frankfurt. Uralt sind seine Tiere. Zur Welt gekommen sind sie in der Steinzeit, in der Welt der Pharaonen, im antiken Griechenland oder im Rom und Byzanz der Kaiser. Gefunden hat Noah Mildenberg sie in Auktionen, alten Sammlungen und bei Kunsthändlern, aber auch einmal bei einem Andenkenhändler in Jerusalem. Gerettet hat er sie in seine Arche, zu sich und teilweise in das Archäologische Institut der Universität Zürich. Wenn Leo Mildenberg seine Tiere zeigt, teilt er die Begeisterung für die Schönheit und den Charakter jedes einzelnen Individuums seiner rund 800 köpfigen Schar mit dem Beschauer. Enten sind darunter wie Pferde, Esel, Schafe, Löwen, Elefanten. Schweine sowie Schwärme von Insekten, Fischen und Vögeln. Auch die Katzen fehlen nicht, die Schildkröten, Schlangen und die Mäuse. Mythologische Darstellungen wie Pegasoi oder Drachen schliesst er aus, weil diese keine wirklichen Tiere sind. Das geübte Auge des Historikers und Sammlers erkennt jede Besonderheit. Das Herz eines vom "feu sacré" Beseelten hat sie mit Liebe gezähmt. Sehnsucht ergreift ihn, wenn er seine Tiere eine Zeitlang nicht gesehen hat. Und jedes Wiedersehen ist ein Fest.

Leo Mildenbergs Liebe zu Tieren entflammte vor 50 Jahren. Auf griechischen Münzen sah er Tierdarstellungen, die ihn begeisterten. Als Leiter der Münzabteilung der Bank Leu verbot ihm seine Berufsauffassung, Münzen für sich selber zu erwerben, da dies zu einem Interessenskonflikt mit seinen Kunden geführt hätte. So verlegte er sich auf das Sammeln von Tierbildern und -plastiken.