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| Der
Wissenschaftler: |
Wissen
und Leidenschaft grosszügig weiterzugeben - das gehört zu den Stärken Leo
Mildenbergs. Sei es als Wissenschaftler in Studien zur Münzprägung im Palästina
der Antike, sei es als Anreger und Betreuer wichtiger Münzsammlungen, von
denen eine im Antikenmuseum Basel zu sehen ist, sei es als Vortragender
an Universitäten oder als Berater der MoneyMuseums-Sammlung. Und immer springt
der Funke über. Sachkenntnis und Begeisterung teilen sich mit und lösen
beim Zuhörer wiederum Begeisterung aus. "Wie schön der Schwan auf jener
Litra, der auf dem See von Kamarina nach links schwimmt! Die ziselierten
Wellen des Wassers kräuseln sich nach links, wie auch der Fisch nach links
schwimmt. Die weit ausgebreiteten Flügel des Schwans sind wundervoll ins
Rund der Münze gesetzt und das Bild ist von einer Harmonie, die ihresgleichen
sucht!" Leo Mildenberg beschreibt eine griechische Kleinmünze aus Sizilien,
um 425 v. Chr. Das Instrument der Vermittlung ist die Sprache. Und Leo Mildenberg kennt und liest die alten Sprachen. Er versteigerte in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und gelegentlich etwas Russisch. Aber mehr als das. Leo Mildenberg pflegt die hohe Kunst, komplexe Sachverhalte in einer einfachen, leicht verständlichen Sprache auszudrücken, so dass sie allgemein verständlich und durchschaubar werden. Dass die "Vestigia Leonis", des "Löwen Spuren" zur antiken Numismatik, nach kurzer Zeit schon fast vergriffen sind, spricht für sich selbst. "Es war einmal eine Zeit, in der Münzhändler nicht nur vom gnadenlosen Konkurrenzkampf gehetzte Geschäftsleute waren, sondern vielseitige Persönlichkeiten, die sich wohl fühlten nicht nur im Büro bei ihren Büchern, sondern auch beim Feilschen im Basar, beim Plaudern mit einem Sammler oder in der gelehrten Diskussion zwischen Professoren an der Universität." Diese Charakterisierung aus der Münzrevue vom Dezember 1998 erfasst die Vielseitigkeit Leo Mildenbergs genau. Er ist einer der letzten dieser souveränen Allrounders, bei dem Fairplay und die Liebe zur Sache ganz zuvorderst stehen. Kenner und Idealisten strahlen Inspiration aus, etwas, das ihr Umfeld anregt zu eigenem kreativen Tun. Als Mentor gab Leo Mildenberg die Initialidee zum MoneyMuseum: Sammeln von Münzen nach Leitwährungen von der Antike bis zur Neuzeit. Er begleitet die Unternehmung weiter mit seinem profunden Wissen und seinem beflügelnden Wirken. |
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