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Ausstellung

 

Wir und das Fremde:
Wie wir die Welt kennenlernten 

„Das Fremde bezeichnet etwas, das als abweichend von Vertrautem wahrgenommen wird, das heißt, als etwas tatsächlich oder vermeintlich Andersartiges und weit Entferntes.“ So definiert Wikipedia den Begriff des „Fremden“ heute. Aber kann in einer Welt, in der es 21 Stunden dauert und 600 Franken kostet, auf die andere Seite des Globus zu gelangen, überhaupt noch etwas „fremd“ sein? Ja, es kann. Die Zunahme des Ethnozentrismus, des auf die eigene Kultur konzentrierten Denkens, und der Xenophobie, der Angst vor allem Fremden, in den vergangenen Jahren lehrt uns, dass es noch Dinge in unserem Alltag gibt, die wir als „fremd“ empfinden, fürchten und deshalb auszugrenzen versuchen. 

Ist das schon seit Jahrhunderten so? War die Fremde immer etwas, das als angsterregend wahrgenommen wurde? Um diese Frage zu klären, reisen wir zurück in die Vergangenheit. Als Transportmittel dienen uns Bücher aus der Bibliothek des MoneyMuseums. Anhand ihrer Texte und Abbildungen zeigen wir in sechs Stationen, wie sich unser Blick aufs Fremde lang- sam erweitert und verändert hat. Wir spannen den Bogen von Marco Polos Reisebericht über seinen Aufenthalt im Reich des Kublai Khan vom Ende des 13. Jahrhunderts bis hin zu Erich Scheuermanns „Papalagi“ aus dem Jahr 1920. 

Reisen Sie mit uns in die Fremde - und das in einer Zeit, in der die Fremde wirklich noch weit entfernt und andersartig war. 

Traditionelle Zahlungsmittel

Traditionelle Zahlungsmittel

Traditionelle Gesellschaften sind hierarchisch organisiert. Die Stellung einer Person und damit deren Prestige hängt nicht etwa davon ab, wie viel die Person besitzt, sondern davon, wie viele Gaben sie den anderen Mitgliedern der Gesellschaft übergeben hat.

Geld in der Römischen Republik

Die Verwaltung der römischen Republik basierte auf der Heeresorganisation. So war die zentrale Volksversammlung genauso wie das Heer organisiert. Alle großen Veränderungen des römischen Münzwesens lassen sich aus den Erfordernissen der Kriege erklären. Der Krieg gegen Hannibal brachte die größte Münzreform der antiken Geschichte mit sich. Dazu gehörte der Denar, der fast 500 Jahre umlaufen sollte. 60 Münzen werden präsentiert und erklärt, was die Symbole bedeuten. Der römische Kaiser wurde zum Garanten für das Wohlergehen der Bürger Roms, die von ihm prächtige Spiele, großartige Bauten und immer genug Getreide für den Lebensunterhalt erwarteten. Diese Kosten mussten aufgebracht werden, genauso wie der Lohn der Legionäre und die Gehälter der kaiserlichen Verwaltung. Am einfachsten ging dies durch Krieg. Die Eroberung neuer Provinzen brachte reiche Beute nach Rom.

Bibliothek

Das MoneyMuseum ist ein Ort des Austausches im Sinne des antiken Museions. Nicht fehlen darf dabei eine Bibliothek. Sie bildet einen würdigen Rahmen für die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen. Die von Tilla Theus gestaltete Bibliothek umfasst bibliophile Bücher, das Du-Magazin, die Manesse-Bibliothek der Weltliteratur, einen grossen Bestand an Diogenes-Büchern sowie Werke aus Wirtschaftsgeschichte.

 

      

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