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Production of Commodities by Means of Commodities

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Sraffa, Piero
Brodbeck Library
Dieses Buch kann in der Bibliothek des MoneyMuseums gelesen werden.

Piero Sraffas Werk „Production of Commodities by Means of Commodities. Prelude to a Critique of Economic Theory“ wurde ins Deutsche unter dem Titel „Warenproduktion mittels Waren“ übersetzt. Diese Schrift gilt als Meilenstein der ökonomischen Theorie und richtet sich gegen zentrale Annahmen der Neoklassik, indem sie die Preisbildung und Verteilungsmechanismen auf Grundlage der Produktionsstrukturen analysiert und deutlich macht, dass Preise und Profite durch technische Produktionsbedingungen und nicht durch Angebot und Nachfrage festgelegt werden.

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Zentrale Argumente sind:
Sraffa entwickelt ein Kreislaufmodell, in dem jede Ware durch den Einsatz anderer Waren produziert wird. Das System ist so angelegt, dass es sich technisch selbst reproduzieren kann, ohne dass ein externes Element für den Fortbestand notwendig wäre.
Die zentrale Fragestellung ist, wie in einem solchen System die Preise und die Profitraten entstehen. Sraffa zeigt, dass für ein gegebenes System von Produktionsmethoden die Warenpreise so beschaffen sein müssen, dass die Reproduktion aller eingesetzten Güter möglich ist und die Produzenten zumindest einen existenzsichernden Lohn zahlen können. Sobald ein Mehrprodukt entsteht (ein „Überschuss“ über den Reproduktionsbedarf), wird die Einkommensverteilung zwischen Löhnen und Profiten zum entscheidenden Faktor.
Sraffa schafft mit dem Konzept der „Standardware“ ein verteilungsinvariantes Wertmaß. Diese Composite-Ware dient als makroökonomischer Massstab, um verschiedene Inputs und Outputs vergleichbar zu machen und Verteilungsfragen unabhängig von Preisschwankungen analysierbar zu machen.

Kapital lässt sich nicht unabhängig von der Einkommensverteilung und den Preisen messen, wodurch der klassische und neoklassische Kapitalbegriff infrage gestellt wird.
Die Lohn- und Profitrate werden simultan durch Lösung der Produktionsgleichungen festgelegt; Angebot und Nachfrage spielen dabei keine Rolle. Damit setzt sich Sraffa explizit von der Marginaltheorie ab und verweist zurück auf die klassische Ökonomie von Ricardo und Marx.
Sraffas Mehrsektorenansatz ermöglicht die Analyse von Joint Production und Co-Production und erweitert die klassische Preis- und Verteilungstheorie um eine mathematisch präzise, moderne Formulierung.

Das Buch war Ausgangspunkt für die sogenannte „Cambridge Capital Controversy“ und ist bis heute zentral für heterodoxe ökonomische Schulen wie die Neo-Ricardianer und die Postkeynesianer.

Es bietet eine grundlegende Kritik an der neoklassischen Grenzproduktivitätstheorie und machte auf die Bedeutung der technischen Produktionsbedingungen und institutionellen Lohn- und Profitverhältnisse für die Preisbildung aufmerksam.