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Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Sachsen, Friedrich III. der Weise, Zinsgroschen

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Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Sachsen, Friedrich III. der Weise, Zinsgroschen (obverse) Heiliges Römisches Reich, Kurfürstentum Sachsen, Friedrich III. der Weise, Zinsgroschen (reverse)

Mit Zinsgroschen wurden im Mittelalter bestimmte Abgaben – eben Zinsen – geleistet. Ein Zinsgroschen galt 12 Pfennige oder 1/21 eines rheinischen Guldens. Geprägt wurden Zinsgroschen bis über die Mitte des 17. Jahrhunderts hinaus. Zu Luthers Zeit gehörten sie zu den am meisten verbreiteten Münzen in deutschen Landen. Es war Friedrich der Weise, der Münzherr dieses Groschens, der den Augustinermönch Martin Luther 1521 heimlich auf die Wartburg bringen liess, nachdem dieser vor dem Reichstag in Worms in die Reichsacht gestellt worden war. Auf der Wartburg arbeitete der deutsche Reformator nun an seiner Übersetzung des Neuen Testaments. Die Frage nach der Steuer im Matthäus-Evangelium XXII/19 überschrieb er mit – «Der Zinsgroschen».

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