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Römische Republik, 60 Asses

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Römische Republik, 60 Asses (obverse) Römische Republik, 60 Asses (reverse)

Notgeld wird in vielen Kriegen ausgegeben. Wenn Metall zur Kriegsführung dringend benötigt wird, greifen die Autoritäten gerne auf andere Materialen zur Geldausgabe zurück. Nur selten allerdings bestehen solche Notmünzen aus Gold.

Der Zweite Punische Krieg (218-201 v. Chr.) war eine verzweifelte Zeit für die Bewohner der italischen Halbinsel. Die Karthager waren nach Italien vorgedrungen und zogen vierzehn Jahre lang durchs Land. Wenn sie nicht gerade kämpften, verwüsteten Truppen beider Seiten Felder und Plantagen, schlachteten Vieh, zerstörten Dörfer, mordeten Zivilisten. Dadurch sollte die jeweils feindliche Armee ausgehungert werden. Tausende von Bauern zogen in die Städte, wo sie eine neue Unterschicht bildeten. Der Zweite Punische Krieg führte zu sozialen Umschichtungen, deren Folgen Rom noch lange beschäftigen würden.

Mitten im Krieg gab die römische Republik erstmals in ihrer Geschichte Goldmünzen aus. Kupfer, das traditionelle römische Münzmetall, wurde zur Rüstung gebraucht. Und Silber war schwierig zu bekommen, denn das bezog man aus Spanien, und zwischen Spanien und Rom stand der Feind. Also prägte man Notmünzen zu 20-, 40- und 60-Asses aus Gold. Sie zeigten Mars, den Schützer römischer Felder und Gott des gerechten Kriegs, und auf der Rückseite Jupiter in Gestalt seines Adlers.

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